Gestern hat Jenni den Blogbeitrag unter Einsatz Ihres Lebens tippen müssen, heute sind wir etwas besser vorbereitet. Wer hätte es gedacht, ein Gewässer, Wärme und plötzlich sind die Mücken da. Also mich, Mann von Welt hat das sehr überrascht. Wir hatten zwar die eingebauten Fliegengitter zu gemacht, aber zum reingehen muss man sie schon noch auf machen. Naja habe dann beim Lesen die ein oder andere mit „Das Echo aller Furcht“ erschlagen.
Heute morgen waren wir für Urlaub zeitig munter. Um 08:00 Uhr bin ich todesmutig unter die Dusche gesprungen, die wir mittlerweile, dank Zeitschaltuhr gut im Griff haben. So konnten wir beide warm und ohne Weg zum Duschhäuschen sauber werden.
Das Frühstück war ereignislos, außer dass ein paar dicke Tropfen auf Dachluken und Markise kurz Panik eines größeren Regenschauers verbreitete. Es sollte doch auf Fahrradtour nach Lindau gehen. MENNO!
Nachdem wir das Frühstück etwas ausgedehnt hatten waren die Tropfen aber auch schon vorbei, wir mussten aber auch dringend nach Lindau – ich brauche UNNABUXXEN! – Die von vor dem Krieg waren nämlich durch (also wörtlich gemeint). Die Räder waren schnell startklar und wir folgten der wirklich idiotensicheren Ausschilderung des Bodensee-Radweges. Nur der Gegenwind war nervig, Jenni hat mich mit dem Pedelec andauernd eingeholt *grummel*.
Die paar Kilometer hatten wir aber schnell hinter uns und konnten die Räder in einem Radcontainer-Parker abstellen. Sehr cool! Dann schauten wir uns die Löwenmole an, an der der Wind schon nordisch steif blies, sodass wir uns dann doch schnell Richtung Unnabuxxengeschäft treiben ließen. Der Akt an sich war schnell erledigt, sodass wir nun Postkarten und anderes Gedönse in Ruhe shoppen konnten.
Als Stärkung für den Heimweg gab es noch schnell Quiche mit Salat, leider hat Jenni die bessere Wahl getroffen, mit Quiche mit Mauldäschle – ich nur mit Kürbis… Dafür war mein Kakao mit Sahne exzellent. Da wir draußen saßen natürlich im Kännchen ;.)
Auf dem direkten Heimweg lief uns leider noch ein Geocache über den Weg den wir noch schnell mitnehmen mussten. Dann wurde es auch Zeit für die Heimreise, die Stadt wurde uns schon zu voll.
Habt Ihr auf dem Fahrrad schon mal im Stau gestanden? – Ich heute das erste mal. An der Bahnschranke in Lindau wurde es schnell voll. Und die Bimmelbahn machte Ihrem Ruf alle Ehre. Gefühlt haben wir 20 Minuten da gestanden es kann aber auch länger gewesen sein. Denn die Bahnen fuhren in Zeitlupe an uns vorbei. Als die Schranke dann auf ging merkte man schnell wer häufiger auf dem Fahrrad unterwegs ist. Außer uns beiden und den beiden auf dem Rennrad anschienend niemand, es bedurfte der eingehenden Konsultation meiner Kingel und einiger Schimpferei bis wir den Pulk verlassen konnten und die Führungsposition eingenommen haben. – Wer denkt es kann nicht schlimmer kommen wurde dann eines besseren belehrt: Auf gut 2/3 der Strecke mussten wir uns dann die Straße mit den Autos teilen. Erst wurde Jenni von einer Mutti fast vom Rad geholt weil die am Berg ihr Pedelec auf Turbo stellen musste und sich nur noch am Lenker festhielt, dann setzte sich ein BMW vor uns und fuhr so langsam dass ich ihn ausklingeln musste und letztendlich überholt hab. Das führte dazu dass er von 5 auf 25 km/h beschleunigte und Jenni nicht mehr überholen konnte. – Was ein Penner!
Trotz der kleinen Rad-Abenteuer sind wir bei strahlendem Sonnenschein wieder am Camper angekommen und haben uns mit einem guten Buch belohnt. Da der Camingplatz seinen eigenen Strand hat haben wir diese Attraktion natürlich nicht ausgelassen und die Füße mal ins wasser gestreckt – aber dann doch schnell wieder einfach nur die Sonne genossen.
Leider wurde der Abend etwas von einer Suche nach „der roten Mappe“, dem Logbuch unseres Campers, getrübt. Nachdem wir das Auto zweimal so gründlich abgesucht hattten, dass die Nachbarn schon komishc schauten, waren wir kurz davor nochmal im Legoland anzurufen um zu fragen ob sie uns aud dem Auto gefallen ist. Jenni hatte das ncithTelefon sozusagen schon in der Hand als ich sie dann im Spalt zischen Aufbaudach und Einbauschrank gefunden habe, also da legen wir sie auch nicht mehr hin. 🙂
Morgen geht es nach Füssen – nicht direkt aber so ungefähr, immerhin möchte ich Neuschwanstein mal sehen, die Gegend soll ja auch ganz nett sein 🙂
